01.02.2018
Fédération Internationale des Résistants (FIR) / Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR)

75. Jahrestages des Sieges von Stalingrad

Am 2. Februar 2018 feiert die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten den 75. Jahrestag des Sieges der Roten Armee bei Stalingrad. Der Weg nach Stalingrad wurde durch Ermordung, Tötung, Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung durch den deutschen Faschismus und seine Verbündeten gezeichnet. Coventry, Rotterdam, Warschau und Belgrad sind die Symbole des Luftterrors, den diese Streitkräfte über die Städte Europas brachten. Auschwitz, Buchenwald, Majdanek, Sobibor haben sich selbst als „Monumente des Holocaust“ in den Köpfen der Menschheit verankert - ein Holocaust, der von den Nazi-Theorien der „Herrenrasse“ gegen alle Völker, unabhängig von Hautfarbe und Rasse, getragen wurde.

Der Sieg von Stalingrad steht dagegen für die Hoffnung auf Befreiung und den Widerstand gegen den mörderischen deutschen Faschismus.

Diese Hoffnung wurde mit unzähligen Menschenleben bezahlt. Die sowjetische Seite verzeichnete in dieser Schlacht etwa eine Million Opfer unter der Zivilbevölkerung und den Kämpfern der Roten Armee. Wir erinnern die Toten und gedenken all derjenigen, die sich mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit für die Befreiung ihres Landes von der faschistischen Besatzung und die Zerschlagung der faschistischen Bestie eingesetzt haben.

Diese Schlacht von Stalingrad war nicht nur von militärischer Bedeutung. Es stellte einen historischen Wendepunkt im Kampf der Anti-Hitler-Koalition mit dem expansionistischen Anspruch des deutschen Faschismus dar:

-Aus militärstrategischer Sicht war diese Niederlage der deutschen Truppen ein Wendepunkt, denn hiermit wurde zum ersten Mal der Vormarsch gestoppt und die „unüberwindliche“ Wehrmacht musste eine vernichtende Niederlage hinnehmen.

-Für die Entwicklung der Anti-Hitler-Koalition in dieser Schlacht wurde bewiesen, dass die gemeinsamen Bemühungen aller Verbündeten das mörderische Biest des Faschismus und seines Militärapparats besiegen können. Der Sieg der Roten Armee in Stalingrad und danach hatte starke Signalwirkung für Großbritannien und die USA, um die Vorbereitungen für die Eröffnung einer zweiten Front zu beschleunigen. Stalingrad kann daher mit Fug und Recht als Beginn des Endes der Raub- und Mordkampagne der Wehrmacht durch halb Europa betrachtet werden.

-Für die Widerstandsbewegung in allen besetzten Ländern und in Deutschland war die Schlacht von Stalingrad das Symbol für die kommende Niederlage des Faschismus. Die Frauen und Männer im Widerstand haben daraus Kraft, Motivation und Optimismus für die Fortsetzung ihres antifaschistischen Kampfes in der politischen Aufklärungsarbeit und im bewaffneten Widerstand gezogen.

In diesem Sinne erinnert die FIR an den Jahrestag des Sieges von Stalingrad. Wir verbinden unseren Dank an die Kämpfer mit dem Versprechen, diese Erinnerung an die heutigen Generationen weiterzugeben. Wir können nicht verstehen und akzeptieren, dass die gegenwärtige deutsche Regierung es ablehnt, dieses Jahr an der Feier in Wolgograd teilzunehmen.


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